Permakulturgarten in Pinneberg: Ein Biotop mit Mensch.

Lieber Besucher,

gemeinsam gestalten wir auf der Grenze zwischen Pinneberg und Prisdorf auf einer Fläche von 3000 Quadratmetern ein Gärtnern im Biotop mit Mensch: Das praktische Biogarten-Handbuch für ein zukunftsfähiges Leben.

Gärten gestalten.

Der Natur ein Stück Wildnis abtrotzen – das wird gemeinhin unter dem Anlegen eines Kulturgartens verstanden. Unter Wildnis verstehen wir die sich frei entfaltende und für den Menschen scheinbar unnütze Natur. Diese Wildnis wird mit großem Aufwand „kultiviert“ und so für den Menschen scheinbar besser nutzbar gemacht. Diese Sichtweise beruht aber auf einem Unverständnis der Möglichkeiten die vielfältigen scheinbar unproduktiven Naturprozesse auch für den Menschen nutzbar zu machen. Tatsächlich erfordert diese „normale“ Art – nicht mit, sondern gegen Naturprozesse – zu gärtnern viel Arbeit, Energie, Zeit und Nerven. Das gestalterische Gärtnern, infolge aufmerksamer Beobachtung und Einbeziehung der Naturprozesse, kann zu einem aufwandsarmen und naturnahen Biotop führen, das nebenbei auch hochproduktiv im Sinne der menschlichen Bedürfnisse ist. Es ensteht so ein Biotop mit Mensch.

Den Garten mit wachen Augen sehen.

Welche Pflanzen in unserem Garten besondert gut gedeihen und welche nicht hängt vom Zustand des Gartens ab – vom Zustand und der Behandlung des Bodens, der Sonneneinstrahlung, der Wasserverfügbarkeit usw.
Umgraben beispielsweise bringt das Bodenleben durcheinander – zusätzlicher Dünger gibt vielen Lebewesen, die sonst umsonst Nährstoffe aus dem Bodeninneren an die Oberfläche gebracht hätten, den Rest. Die dadurch nährstoffreichen frischen Freiflächen werden nun besonders gerne von den vitalen Pionierpflanzen – den sogenannten Unkräutern – besiedelt. So schützen sie den Boden vor Erosion. Nicht etwa, weil sie das Immunsystem der Natur wären, das nun bereitwillig offene Wunden verschließt – die Wirkung bleibt jedoch diegleiche – ganz egal, ob wir uns diesen Zusammenhang bildlich so vorstellen wollen oder nicht. Erkennen wir nun, dass regelmäßiges Umgraben sowieso nicht hilft, die Unkräuter dauerhaft zu unterdrücken, können wir uns überlegen wie mit diesem Naturprozess umzugehen ist.

Mit der Natur gärtnern.

„Mit der Natur gärtern“ – so esoterisch sich das nun für den ein oder anderen anhören mag – so beruhen die Ideen des Gärtnerns mit der Natur nach Kleber auf gut nachvollziehbaren Fakten: wenn Unkräuter auf freien und frisch gedüngten Flächen entstehen, so müssen wir uns darum bemühen, dass wir keine freien Flächen haben! Eine Methode bietet etwa das biointensive Gärtnern, als dessen Kernelement z.B. das Anlegen sogenannter Tiefenkulturbeete möglich ist. Die Verwendung von Mulch und die Pflanzung einander in ihrem Wachstum förderlicher Pflanzengattungen – wie etwa Mais, Bohne und Kürbis (im Volksmund als „Die drei Schwestern“ bekannt) sind weitere Möglichkeiten mit der Natur zu Gärtnern. Wenn nun inmitten gut gedeihender Nutzpflanzen dann doch die ein oder andere Unkraut-Pflanze wächst, erkennen wir, was sie wirklich sind: Beikräuter.

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