Rehabilitierung großer zerstörter Ökosysteme.

Zu Anfang möchte ich gern jedem die John Lius Filmdokumentation „Green Gold Documentary“ empfehlen auf die ich durch den Artikel „John Liu’s Green Gold Documentary – How the West (and East, North and South!) Could Be Won“ auf dem Blog des Permakultur Forschungsinstitut in Australien (PRI Australia) aufmerksam wurde:

Dieser Film wird auch auf der Konferenz Rio+20 gezeigt werden!

Ich habe im Anschluß an die Dokumentation und an die Erkenntnisse eines Vortrages von Rhamis Kent, den ich letztes Jahr nach meinem Permakultur Design Kurs auf der Internationalen Permakultur Konferenz in Jordanien kennengelernt habe (beides sehr sehens- bzw. lesenswert!) ein paar Überlegungen angestellt.

Gedanke 1: Im Rahmen des Loess Plateau Watershed Rehabilitation Project in China wurden über 11 Jahre von 1994 bis 2005 und dem Einsatz von 150 Millionen US-Dollar als Weltbankkredit 15,600 km² rehabilitiert. Wer es nicht glaubt, der sehe sich die oben verlinkte Dokumentation an!
Durch diese Projekt wurde u.a. 3,5 Millionen Menschen wieder Arbeit gegeben und das Leben von insgesamt 20 Millionen Menschen positiv beeinflusst. U.a. dadurch, dass sich durch die dort entstehenden Wälder Gewässer bilden konnten, die Flüsse speisen, von denen auch entferntere Regionen profitieren konnten. Im Übrigen wurden die 150 Millionen US-Dollar inklusive Zinsen zurückgezahlt!

Gedanke 2: Im Toten-Meer-Tal in Jordanien hat Geoff Lawton zusammen mit seiner Frau Nadja Lawton und weiteren Helfern das Permakultur Forschungsszentrum Jordanien gegründet. Das Tote-Meer-Tal gilt als die trockenste, salzigste und heißeste Gegend der Welt. Im folgenden Bild ist zu sehen, was mit Hilfe der Permakultur dort möglich war:

Photo © Craig Mackintosh, http://www.permaculture.org.au

Bildquelle: Photo © Craig Mackintosh www.permaculture.org.au

Gedanke 3: Die Sahara hat eine Fläche von 9 Millionen km². Es wären also 576 Projekte nach der Art des Loess Plateau Watershed Rehabilitation Projects notwendig, um die gesamte Sahara zu begrünen. Die Kosten dafür würden unter der Annahme gleicher Kosten in der Sahara bei 86 Milliarden US Dollar liegen. Die gesamte Fläche der durch menschliche Aktivitäten zerstörten Regionen beträgt 19 Millionen km². Dazu wären 1218 Projekte der Art des Loess Plateau Watershed Rehabilitation Projects nötig. Die Kosten hierfür wären 182,7 Milliarden US Dollar. Und man bedenke: das Loess Plateau Watershed Rehabilitation Project hat das Kapital erwirtschaftet – inklusive Zinsen!

Gedanke 4: Der Irak-Krieg hat bis 2008 616 Milliarden Dollar gekostet. Nehmen wir an das Ziel des Irak-Krieges wäre die internationale Stabilität gewesen. Was hätte den die Welt bitte besser stabilisieren können als ihre totole Befreiung von Wüsten und den von ihr ausgehenden Nöten? Von den Kosten der sogenannten Bankenrettung will ich gar nicht anfangen. Und zahlt uns der Krieg etwa Zinsen oder die Banken?

Bevor wir also den Award für die dümmste Spezies des Universum bekommen sollten wir loslegen! Und als ersten Schritt könnte man diese Idee verbreiten! John Liu hat eine Vision von einer Biomasse-Mulch-Industrie in den Bereichen der Welt, in denen die Ökosysteme noch funktionieren und einer Industrie der Rehabilitierung großer zerstörter Ökosysteme. Am Beispiel des Loess Plateau Watershed Rehabilitation Project sehen wir gut, dass sich das ökonomisch sehr wohl rentiert!

Worauf warten wir also noch?

Falls ihr Blogger seid und das Thema spannend findet, dann schreibt doch auch mal was hierüber oder mir ’nen Kommentar. Ich wäre auch interessiert an Fragen oder Gegenstimmen!

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