Grow Biointensive Minifarming

Ein Teil des Projektgartens wird nach der Grow Biointensive Sustainable Minifarming Methode (GBM) gestaltet. Diese Methode wurde in Kalifornien (USA) von Alan Chadwick entwickelt. Aktuell wird die Forschung vom Team um John Jeavons fortgeführt.

Bei der GBM geht es darum einen so guten Boden aufzubauen und die Pflanzen so dicht zu setzen, dass man auf einer Beetfläche von ca. 370qm die Ernährung für eine Person für ein Jahr, sowie ein kleines Zusatzeinkommen durch den Verkauf von Lebensmitteln sicherstellen kann. Als Zeitaufwand kann man dafür etwa 100h veranschlagen, ohne dass auf teure Ackerbaugeräte und chemische Düngemittel zurückgegriffen werden muss. Einen Spaten, eine Grabegabel, eine Harke, eine kleine Handschaufel, einen Zollstock, eine Gießkanne, kleine Anzuchtkästen, eine Sichel zum Ernten sowie das Buch: „How to grow more vegetables“ von John Jeavons reichen vollkommen aus, um nach dieser Methode zu gärtnern.

 

Der große Teil der Beete (ca. 60%) wird mit Kompost- und Kohlenstoffpflanzen wie Roggen, Weizen, Dinkel, Bohnen, Luzerne, etc. bepflanzt. Die Früchte werden wenn möglich z.B. zu Brot weiterverarbeitet und der Rest der Pflanze wird kompostiert. Die Komposthaufen sind recht einfach anzulegen und werden dazu benötigt, einen sehr guten Boden aufzubauen. Als Nebeneffekt kann man mit dieser Methode preiswert Kohlendioxid aus der Luft im Boden sicher einlagern.

Ca. 30% der Anbaufläche ist den hochkalorischen Pflanzen wie Kartoffeln, Topinambur, etc. vorbehalten. Die restlichen 10% der Anbaufläche werden für Gemüse benutzt, um den Menschen mit Vitaminen und Mineralien zu versorgen. Eigenes Saatgut gewinnt man auf ca. 3% der Beetfläche.

In unserem Projektgarten geht es darum, diese Methode leicht auf ein wechselhaftes Klima zu modifizieren und in der Region weiter bekannt zu machen. Die Menschen sollen sehen können, dass auch kleine Flächen bedeutende und wirklich preiswerte Kaloriemengen erzeugen können. Daher kann man mit dieser Methode Geld für Lebensmittel sparen und sogar noch ein kleines Einkommen generieren, wenn man frische Lebensmittel z.B. in der Nachbarschaft verkauft. Ideal also auch für Menschen mit geringem Einkommen. Schwierigkeiten gibt es nur, mit den gewohnten Essgewohnheiten zu brechen.

 

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