Apfelpressen im Permakultur-Garten in Pinneberg (mit Videos!).

Liebe Freunde vom Permakultur-Garten in Pinneberg,

an den letzten Wochenenden haben wir die Äpfel der 35 Apfelbäume in unseren Garten zu einem großen Teil zu Apfelsaft verarbeitet. Was wir nicht getrunken haben, haben wir in zwei große Glasballons gefüllt aus dem wir – wie im letzten Jahr auch Apfelwein herstellen. Dieses Jahr haben wir nicht mühselig daheim mit der Tischzentrifugenpresse zuhause, sondern mit einer kleinen Rahmenpresse gearbeitet, die Sebi für zwei Wochenende ausleihen konnte. In bewegten Bildern beschreibe ich den Prozess grob in den zwei folgenden Videos. Viel Spaß damit!

Apfelpressen im Permakultur-Garten in Pinneberg – Teil 1.

Und Teil 2. Apfelpressen im Permakultur-Garten in Pinneberg – Teil 2.


Verwendet haben wir folgende „Hardware“.

Der in Ballons angefüllte frische Apfelsaft der per Hefezugabe geimpft wurde wird zu Apfelwein. Chemisch gesehen handelt es sich um die sog. alkoholische Gärung (die Feuerzangenbowle lässt grüßen). Die Hefen wandeln den Zucker in Alkohol um. Wird der Wein schlecht wird daraus Essig und wenn der auch schlecht ist, habt ihr immer noch Tischreiniger.

Den Trester: also die ausgequetschten Apfelreste haben wir übrigends zusammen mit gehäckseltem Grünzeug in den Boden als Nährstoffe für das Edaphon (=Bodenleben) untergegraben, um die Fruchtbarkeit zu steigern. Zur Bedeutung und Ernährung des Edaphons gibt es beizeiten (vermutlich im Frühjahr 2013) nochmal einen separaten Artikel.

Wenn ihr euch erst einmal informieren wollt und in Hamburg wohnt, dann besucht entweder den Zaubertrank (Webseite: hier könnt ihr euch auch gleich euer Obst pressen lassen!) oder Die Hobbywinzerei von Rolf Manstein (Webseite: für Ballons usw.). Viele Infos gibt es unter http://fruchtweinkeller.de/. Wer lieber ein Buch mag: Rolf Manstein von der Hobbywinzerei hat mir Kitzinger Weinbuch emfohlen. Geschadet hat es mir nicht. 

Ein rechtlicher Hinweis: für den Eigenbedarf gibt es bei der Weinherstellung in Deutschland keine Obermenge im Gegensatz zu selbstfabriziertem Bier, bei dem ab 200 Liter eine Anmeldungspficht besteht. Bei Brandtweinen herschen noch deutlich strengere Regeln: auf alles über 0,5 Liter muss Brandtweinsteuer entrichtet werden. NB: wir haben eine Zollmitarbeiterin im Team 🙂

Aus gesundheitlichen Gründen bietet es sich auch in jedem Fall an sauber zu arbeiten. Etwa sollten keine holzigen Teile im Gärgefäß schwimmen. Laut Erwin Zachl können so sonst vermehrt Fusselalkohole entstehen. Wir haben den frisch-gepressten Wein beim Abfüllen durch ein Filtersieb geschüttet. Im letzten Jahr haben wir bereits 20 Liter verbraucht und alles lief gut.

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